

INTERNATIONALE STANDARDS – Was Sie wissen sollten
Ein Qualitätsstandard ist ein abgestimmter Satz von Regeln, Kriterien und Erwartungen, der Organisationen hilft, ein definiertes Qualitätsniveau ihrer Produkte oder Dienstleistungen verlässlich zu erreichen. Solche Standards beschreiben, was in einem bestimmten Bereich als „ausreichend gut“ oder „qualitativ hochwertig“ gilt, und schaffen eine gemeinsame Sprache für alle Marktteilnehmenden.
Wesentlich ist, dass sich Qualitätsstandards nicht nur auf das „Endprodukt“ (z. B. einen fertigen Kurs) beziehen, sondern auf das gesamte System: von der Planung und Formulierung der Lernziele über die Durchführung bis hin zu Feedback, Auswertung der Ergebnisse und kontinuierlicher Verbesserung. Gerade in der Online‑Bildung und im non‑formalen Lernen hilft dies, professionell konzipierte Angebote von zufälligen oder rein marketinggetriebenen Formaten zu unterscheiden.
Neben Qualitätsstandards spielen für moderne Bildungsorganisationen auch Vorgaben zum Urheberrecht, zum Schutz von Informationen und zur Cybersicherheit eine zentrale Rolle. Dazu gehören der rechtmäßige Umgang mit Lehrmaterialien (Texte, Videos, Bilder, Präsentationen), der Schutz personenbezogener Daten der Teilnehmenden sowie technische und organisatorische Maßnahmen, um Zugänge zu Lernplattformen, Prüfungsergebnissen und anderen sensiblen Informationen zu sichern.
Die Einhaltung anerkannter Standards und der rechtlichen Anforderungen – von Qualitätsmanagement über Datenschutz bis hin zum Schutz geistigen Eigentums – schafft ein hohes Maß an Vertrauen. Lernende und Auftraggebende sehen, dass Bildungsangebote nicht nur gut aussehen, sondern klar beschriebenen Anforderungen entsprechen, regelmäßig überprüft werden und verantwortungsvoll mit Inhalten und Daten umgehen.
Für Bildungsanbieter erfüllen Qualitätsstandards mehrere Funktionen:
Sie geben klare Orientierung, welchen Anforderungen Aufbau von Kursen, Lernprozesse, Lernerfolgskontrollen und die Zusammenarbeit mit Teilnehmenden entsprechen sollen.
Sie unterstützen den Aufbau transparenter, reproduzierbarer Prozesse, die nicht nur von der „Persönlichkeit“ einer einzelnen Trainerin oder eines einzelnen Trainers abhängen.
Sie bilden eine Grundlage für externe Überprüfungen (Audits), mit denen das Qualitätsniveau objektiv bestätigt und gezielte Verbesserungen abgeleitet werden können.
International anerkannte Qualitätsstandards werden von verschiedenen Organisationen entwickelt. Dazu gehören neben der International Organization for Standardization (ISO) unter anderem die International Electrotechnical Commission (IEC) und die International Telecommunication Union (ITU) sowie auf europäischer Ebene CEN, CENELEC und ETSI, die viele internationale Normen als Europäische Standards übernehmen.
Für Managementsysteme und Bildungsleistungen ist ISO jedoch der zentrale Bezugspunkt: ISO‑Normen wie ISO 9001, ISO 21001 oder ISO 29993/29994 werden weltweit eingesetzt, häufig in europäische und nationale Standards überführt und bilden damit eine stabile, international verständliche „Qualitätssprache“, auf die sich EAS™ stützt.
EAS™ hat sich bewusst dafür entschieden, ISO‑Normen als Referenzrahmen für die Attestierung von qualitätsorientierten Online‑Angeboten und Dienstleistungen zu nutzen. Sie verbinden internationale Anerkennung mit klaren, auditierbaren Anforderungen an Prozesse, Verantwortlichkeiten, Dokumentation, Ergebnisqualität und kontinuierliche Verbesserung. Dadurch können Anbieter ihre Leistungen nicht nur national, sondern auch europaweit und international nachvollziehbar darstellen und sich gegenüber Kundinnen und Kunden, Auftraggebenden und Partnern auf eine weltweit etablierte Grundlage beziehen.


EAS
Wichtige internationale Standards im Überblick
Standards, auf die sich EAS™ stützt
Was sind Standards und warum brauchen wir sie?
Einige Beispiele für ISO‑Standards:
Standards sind konzentriertes Fachwissen von Menschen, die tiefe Kenntnisse in ihrer Branche haben und die Anforderungen der Organisationen verstehen, die sie vertreten: Hersteller, Lieferanten, Auftraggeber, Nutzer, Berufsverbände und Behörden. Auf Grundlage dieses gemeinsamen Erfahrungswissens entstehen Normen und Anforderungen, die helfen, systematischer und erfolgreicher zu arbeiten.
Qualitätsmanagementsysteme (ISO 9001) – unterstützen Organisationen dabei, effizienter zu arbeiten, die Qualität ihrer Dienstleistungen zu verbessern und Fehler zu reduzieren.
Standards für Bildungsorganisationen (ISO 21001) – beschreiben, wie Einrichtungen systematisch die Qualität des Lernens und der Entwicklung ihrer Lernenden sicherstellen können.
Standards für Online‑Lernen und Dienstleistungen außerhalb der formalen Bildung (ISO 29993/29994) – definieren Anforderungen an Fernkurse, Programme und digitale Dienstleistungen.
Standards für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (ISO 45001) – tragen zur Prävention von Unfällen und zum Schutz der Arbeitnehmenden bei.
Standards für Informationssicherheit und Cybersicherheit (ISO 27001, ISO 27002) – verhindern unbefugten Zugriff auf vertrauliche Daten.
Standards für Energiemanagementsysteme (ISO 50001) – helfen, Energieverbrauch zu senken und die Widerstandsfähigkeit gegen Ressourcenmangel zu erhöhen.


Entdecken Sie einige der bekanntesten und verbreitetsten Standards, sowie solche, die aktuelle Herausforderungen und Veränderungen adressieren und uns alle betreffen.
Auf dieser Grundlage und mit aktuellem Bezug wurde das Attestierungssystem EAS™ entwickelt – ein System, das die internationale Normenlandschaft berücksichtigt und deren Anforderungen zugänglich, flexibel und professionell für die Bereitstellung von Online‑Dienstleistungen adaptiert. Ob einzelne Autoren, kleine und mittlere Unternehmen, Startups oder etablierte Institutionen – EAS™ ermöglicht jedem von ihnen, eine starke, international anerkannte Position auf seinem Markt einzunehmen.
ISO 9001:2015 ist eine international anerkannte Norm, die Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem (QMS) definiert. Sie ist Teil der Normenfamilie ISO 9000 und beschreibt Grundsätze und bewährte Praktiken für ein wirksames Qualitätsmanagement in Organisationen jeder Größe und Branche. Mit ISO 9001:2015 erhalten Unternehmen einen Rahmen, um die Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen dauerhaft sicherzustellen und die Zufriedenheit ihrer Kundinnen und Kunden gezielt zu erhöhen.
ISO 29993:2017 ist eine internationale Norm, die Anforderungen an Lerndienstleistungen außerhalb formaler Bildung definiert. Sie richtet sich an alle Anbieter von Kursen, Trainings, Workshops und Online-Schulungen – von Coaching-Programmen über Fitness-Kurse bis hin zu kreativen Ateliers. Mit ISO 29993:2017 erhalten Lerndienstleister einen klaren Rahmen, um ihre Angebote professionell zu gestalten, die Qualität sicherzustellen und das Vertrauen der Lernenden nachhaltig zu stärken.
ISO 29994:2021 ist eine internationale Norm, die spezialisierte Anforderungen an Fernlerndienstleistungen definiert – also an Online-Kurse, digitale Schulungen und webgestützte Lernprogramme aller Art. Sie richtet sich an alle, die Lernangebote über Distanz bereitstellen und ergänzt ISO 29993. Mit ISO 29994:2021 erhalten Fernlerndienstleister einen umfassenden Rahmen für die Gestaltung, Durchführung und Bewertung von Online-Lernservices, um höchste Qualität, Transparenz und Kundenvertrauen sicherzustellen.
ISO/IEC 27000:2018 ist die Grundlagennorm der gesamten ISO/IEC 27000-Familie und bietet einen umfassenden Überblick über Informationssicherheits-Managementsysteme (ISMS) sowie ein einheitliches Vokabular. Sie definiert alle wichtigen Begriffe und Konzepte, die in den nachfolgenden Standards (ISO/IEC 27001, 27002, 27005 u.a.) verwendet werden, und schafft damit eine gemeinsame Sprache für alle Beteiligten – von IT-Fachleuten über Auditorinnen bis hin zu Geschäftsführung und Datenschutzbeauftragten.
ISO/IEC 27001:2022 ist der weltweit führende und einzig zertifizierbare Standard für Informationssicherheits-Managementsysteme (ISMS). Er definiert konkrete Anforderungen, die Organisationen jeder Größe erfüllen müssen, um Informationssicherheit systematisch zu managen – von der Identifikation von Risiken über die Implementierung von Sicherheitskontrollen bis hin zur kontinuierlichen Verbesserung. Mit ISO/IEC 27001:2022 demonstrieren Unternehmen Kunden, Partnern und Regulierungsbehörden, dass sie Cyberrisiken proaktiv begegnen und Daten zuverlässig schützen.
ISO/IEC 27002:2022 ist der praktische Leitfaden für die Umsetzung von Informationssicherheitskontrollen. Während ISO/IEC 27001 definiert, was Sie tun müssen, erklärt ISO/IEC 27002 detailliert, wie Sie es umsetzen. Der Standard beschreibt 93 konkrete Sicherheitsmaßnahmen in vier Kategorien (Organisatorisch, Personell, Physisch, Technologisch) und bietet für jede Kontrolle klare Implementierungsanleitungen, Zweckbeschreibungen und Best Practices – ein unverzichtbares Werkzeug für alle, die ein ISMS professionell aufbauen und betreiben wollen.
ISO/IEC 27005:2022 ist der praktische Leitfaden für das Management von Informationssicherheitsrisiken. Während ISO/IEC 27001 verlangt, dass Sie Risiken managen, erklärt ISO/IEC 27005 wie Sie das systematisch tun: von der Kontextermittlung über Risikoidentifikation und -bewertung bis zur Risikobehandlung. Der Standard bietet einen strukturierten, wiederholbaren Prozess, der sicherstellt, dass Sicherheitsinvestitionen auf tatsächlichen Bedrohungen basieren – und nicht auf Vermutungen. Für jede Organisation, die ein ISMS aufbaut, ist ISO/IEC 27005 unverzichtbar.
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